Mittwoch, 28. März 2007

Nachgekocht: Sauerkrautsuppe mit Mandarinen

Bei Genial lecker las ich schon im Januar von einer Sauerkrautsuppe mit Mandarinen.

Die Resonanz meines sozialen Umfeldes auf meinen freudenstrahlenden Bericht zur Entdeckung jenes Gerichtes? Nun ja. Warum, so wurde ich gefragt, ich denn wohl aus allem eine Suppe machen müsse? Ob ich denn auch eine Schmorbratensuppe koche wolle? Und wieso denn, wenn ich schon auf Sauerkrautsuppe nicht verzichten könne, in eben dieser Suppe kein Fleisch zu finden sei?

Kurz und gut: Als Hauptgericht hätte ich sie wohl niemandem angeboten – außer mir, natürlich. Und weil sich in meiner Gemüsekiste frisch gemachter Sauerkraut fand, fand ich endlich die ausreichende Motivation, mich an dieser Suppe zu versuchen.

Fazit: Sie exakt so, wie ich dachte. Extrem schnell gemacht. Kommt ohne viel Nachwürzen aus. Sehr lecker. Und sehr sättigend. Nachahmenswert. Auch wenn mir das mein soziales Umfeld im Leben nicht abnimmt ...

Freitag, 9. März 2007

Von Männern und Frauen

SirDregan versteht die Frauen nicht. Das ist ja soweit ganz in Ordnung, schließlich tun das die meisten Männer nicht. SirDregan möchte diesen Zustand gerne ändern und erkundigt sich direkt an der Quelle – bei einer Freundin nämlich -, wie zum Teufel Frauen beim Kennenlern-Balztanz denn nun behandelt werden möchten. Ist der Softie-Typ grad in? Oder kommt die Macho-Zeit wieder? Weder noch, sagt richtig seine Freundin, ein bisschen von allem eben.

Ergebnis: SirDregan wird zum wandelnden Fragezeichen, zwei Blogeinträge werden geschrieben und Kleinstadtelli schmunzelt und fühlt sich bestätigt, weil sie Dating-Regeln aller Art – wie schon seit Jahren – für überflüssig hält. Schließlich gibt’s zwar nur zwei Geschlechter, aber über 6 Milliarden Menschen, die sich zum Teil extrem ähnlich sind, aber niemals gleichen. Und diese Tatsache führt wiederum dazu, dass jede Begegnung einzigartig ist – reine Mathematik. Wozu sich da mit Regeln aufhalten?

Bloggerinnen – we can blog it!

Frauen an die Macht findet Thomas Gigold von den Blogpiloten und stellt 12 Bloggerinnen vor, die man kennen sollte.

Fundstück: Schlechte Jobs, schlechte Bezahlung

Man kennt das ja: Nicht wenige deutsche Männer kommen gerne mit dem Argument, dass wir deutschen Frauen doch absolut gleichberechtigt seien. Wozu da noch Quotenregelungen, Frauenbeauftragte oder überhaupt eine Debatte über „Gleiches Recht für alle?“ Schließlich steht ja jeder Frau jede Karriere offen, richtig? Mit Ausnahme des Priesteramts und den Job des Papstes, okay, okay. Aber, so höre ich in Gedanken schon einen potenziellen Diskussionsgegner höhnen, was will ich denn wohl mit einem Job in der katholischen Kirche?

Die FAZ hilft mit Prozentzahlen aus, die man den Ignoranten dieser Welt um die Ohren hauen kann. Frauen verdienen 22 Prozent weniger als Männer. 33 Prozent der Frauen arbeitet in Teilzeit, aber nur 7 Prozent der Männer. Die Beschäftigungsquote von Frauen zwischen 20 und 49 Jahren mit einem Kind sinkt um 15 Prozent, die der Männer steigt dagegen um 6 Prozent.

Ernsthaft: Die Gleichberechtigung ist noch nicht verwirklicht. Punkt.

Fundstück: Die Wahrheit hinter sexy

Sophie Albers hat sich in die Niederungen der Männerzeitschriften begeben und die Ergebnisse der Wahl zur „Unsexiest Woman 2007“ in der FHM gesichtet und analysiert: Britney Spears hat die Wahl gewonnen, Bill Kauder (!) steht auf Platz 27, Franziska van Almsick hat den letzten Platz belegt – und ist dann damit wohl die sexieste Frau des Jahres (warum nennt man das eigentlich heute nicht mehr erotischste?). Ich hätte nie gedacht, dass Männermagazine mal zu etwas gut sein könnten – und wenn nur zur Inspiration für einen vergnüglichen Kommentar.

Zum Gestern

Weltfrauentag. Bilanz: Zwei Glückwünsche. Eine Anekdote. Ein Hauch Frauensolidarität. Ein wenig Medienecho. Und ganz viel Schulterzucken.

Fundstück: Die Heilige Helena

Lars Langenau hat sich in der Süddeutschen der Helena
an die Fersen geheftet, ihres Zeichens Mutter Konstantins des Großen, Entdeckerin des Jesus-Grabes und gestorben mit dem Namen Flavia Helena Augusta.

Donnerstag, 8. März 2007

Ein Buch mit sieben Siegeln

Heutzutage sind die Menschen ja sehr skeptisch, was das Internet angeht. Zumindest dann, wenn es Menschen sind, die sich nicht auskennen mit eben jenem Internet. Wenn solche Menschen sich dann doch ans Netz wagen, wird das Erklären ziemlich anstrengend, weil sie sich schon unbewusst wesentlich blöder anstellen, als sie eigentlich sind und zielsicher die weltdümmsten Fragen stellen. Das Wort "Internet" kann man übrigens getrost durch andere Worte ersetzen, wie "Computer", "neues Programm X", "Handy" - ganz nach Bedarf.

Dieses Verhalten ist nicht böse gemeint, lieber Leser, und keiner dieser Menschen hat vor, die Erklärer zur Weißglut zu treiben – es liegt einfach in den Genen. Dass zumindest liegt dieses Video nahe.

Der arme Ansgar, tragischer Held dieser Dokumentation, war nämlich schon im Mittelalter genau so ein skeptischer Wie-geht-denn-das-o-gott-o-gott-ich-mach-doch-was-kaputt-und-ich-
kann-das-gar-nicht-Typ, wie wir es heute mit den oben beschriebenen Zeitgenossen erleben. Damals freilich hieß das Problem nicht Internet, sondern – Buch.

Aufgegabelt bei Lunula - und dank ihr herzlich gelacht.

Dienstag, 6. März 2007

Konzept „Reden für die Schublade“

Mein Lieblingslandkreis lud ein: 40 „Entscheidungsträger“, wie es so schön nebulös in der hiesigen Tageszeitung hieß, debattierten darüber, wo denn nun die Stärken dieses unseres geliebten Landkreises liegen und wie zum Teufel man diese denn nun nutzen könne. Unser hochgeschätzter Landrat wies denn auch gleich diesem so genannten „Integriertem ländlichen Entwicklungskonzept“ eine „hohe Durchschlagskraft“ zu – und die hiesige lammfromme Tageszeitung hat nichts Besseres zu tun, als diesen Persilschein in der Überschrift zu zitieren.

Und ich ziehe skeptisch die Augenbraue hoch. Im Jahre des Herrn 2000 gab die Sparkasse meiner Lieblingskleinstadt ein regionales Entwicklungskonzept in Auftrag, das die Aufgabe hatte, die Stärken unseres Landkreises aufzuspüren – und aufzuzeigen, wie man die nun nutzen kann.

Schon damals argwöhnte ich, dass dieses Konzept stillschweigend in der Schublade verschwinden würde, hielt mich aber dezent zurück. Auch damals lagen die verborgenen Stärken des Landkreises im Tourismus. Welch Wunder: Gegend, Heide, plattes Land, ein paar Radwege, in der Mitte von Norddeutschland gelegen, je eine Stunde von zwei Großstädten entfernt, die eine im Südwesten, die andere im Norden. Dieses Konzept geht schon beim Nachbarlandkreis auf, insofern muss man nicht unbedingt Einstein sein, um auf den Tourismus zu kommen.

Damals hieß es, wir müssen auf die Kartoffel setzen, ja, wir seien berühmt für unsere Kartoffel – und das gelte es auszubauen. Mit Kartoffelfesten. Kartoffelmärkten. Kartoffeldies und Kartoffeldas. Nun, dank des „Linda-Gezänkes“ habe ich tatsächlich den einen oder anderen Landkreis-Bauern in verschiedenen Nachrichtenquellen aufblitzen sehen, aber ich würde doch bezweifeln, dass wir berühmt für unsere Kartoffeln sind. Und selbst wenn? Wer, zum Teufel, reist irgendwelchen Kartoffeläckern hinterher? Ob dieses Konzept aufgegangen wäre oder nicht, vermag ich nicht zu sagen, denn passiert ist nämlich – gar nichts.

Und weil es zu peinlich wäre, eine Kartoffelidee aus verstaubten Schubladen hervorzukramen, und vielleicht, weil auch Entscheidungsträger ihre Berechtigung brauchen, wurde sich brav etwas Neues ausgedacht: Am Marketing hapert es. Stimmt. Wenn keiner weiß, dass es uns gibt, kommt auch keiner her. Und an den Verkehrsanbindungen hapert es auch. So fanden die Entscheidungsträger es seltsam, dass wir nicht an die Verkehrsverbundsysteme eben jener beiden Großstädte angeschlossen sind. Ist auch seltsam.

Doch dass das überhaupt jemand bemerkt, ist für diese Kleinstadt ein echter Kracher. Ich wurde schon fast euphorisch und dachte beinahe daran, dass dieses Mal alles anders werden könnte. Doch ach: Da war es wieder. Mehr Radwege brauchen wir nämlich. Und passende Radwegleitsysteme. Stimmt touristisch gesehen auch. Höre ich aber, seit dem ich denken kann.

Nun denn. Es scheint, als wurde ein neues Konzept für die Schublade geboren. Davon scheint mein Lieblingslandkreis nie genug zu bekommen. Aber ich lasse mich natürlich gerne überraschen.

Dienstag, 27. Februar 2007

L. A. Crash

"O mein Gott", denke ich, "und so etwas kann heute noch in L. A. passieren?" 'Natürlich', sagt mein Unterbewusstsein, und verweist mit einem imaginären Zeigefinger auf den Brennpunkt meiner Kleinstadt. 'Dort geht es doch viel schlimmer zu', und weiß, dass ich weiß, dass es meine Entscheidung ist und immer sein wird, ob ich mich dem verschließe, dem anschließe oder kämpfe. Ich kämpfe. So viel sei gewiss. Du liebe Zeit!

Kleinstadtellis Welt

von mittelalterlichem Kleinstadtleben, großstädtischen Ausflügen und seltsamen Anwandlungen

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Für Suchende

 

Stadtgespräch

Tja, was neues ist das...
Tja, was neues ist das leider nicht. Vor allem, was...
Oliver (Gast) - 24. Okt, 15:27
Solche "wichtigen" Meldungen...
... sollen doch nur von den Dingen ablenken, von denen...
DonJuergen - 13. Sep, 18:14
Stimmt. Ich war auch...
Stimmt. Ich war auch ziemlich entgeistert. Habe 'ne...
Trojaner2304 (Gast) - 26. Apr, 09:09
1984
Ich finde das "Ministerium für Liebe" - ebenfalls Orwell...
DonJuergen - 25. Apr, 18:51
Das passt doch sehr gut!
Das passt doch sehr gut!
DantesMuse - 19. Apr, 10:41
Ich kann da als kinderlose...
Ich kann da als kinderlose Frau nicht mitreden. Aber...
Ani72 - 19. Apr, 08:35
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In der Heute Show wurde ein schöner Plakat - Schnappschuss...
Ani72 - 18. Apr, 22:35
Schön, wenn's so wäre....
Schön, wenn's so wäre. Ich Niedersächsin habe aber...
DantesMuse - 18. Apr, 21:12