Donnerstag, 20. September 2012

IE ist bäh - ganz offiziell

Wenn schon das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik dazu rät, vorerst keinen Internet Explorer zu benutzen, muss ich mir für meinen Lebenslauf ja nun wirklich keine Sorgen mehr darum machen, dass ich das Ding seit Jahren nur im äußersten Notfall nutze. Es gibt doch so viele andere schöne Browser!
DRadio klärt hierzu auf.

Donnerstag, 13. September 2012

Nichtigkeiten-Blues

Ich bekenne ganz offen und freimütig: Es gibt Dinge, die interessieren mich nicht. Die Frau W. ist dafür ein gutes Beispiel. Die Frau W. interessiert mich nicht im Geringsten. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass ich die Frau W. nicht mal auf der Straße erkennen würde, würde die Dame meinen Weg kreuzen.

Verständlich also, dass ich wirklich nicht wissen will,
  • ob die Frau W. ein Tattoo hat oder nicht
  • ob es die Frau W. irgendwie blöd fand, als Gattin des Bundespräsidenten irgendwelche Fummel tragen zu müssen
  • ob die Frau W. Eheprobleme hat
  • ob es die Frau W. generell nicht so einfach hat
  • ob die Frau W. etwas mit dem Rotlichtmilieu zu tun hatte oder nicht
  • ob die Frau W. sich mit Google und irgendwelchen Verlagen zankt oder nicht.
Verstehen Sie mich nicht falsch, werte Leser: Ich weiß, dass es Leute gibt, die derlei Nichtigkeiten brennend interessieren – und ich gönne diese Informationen jedem, der sie haben will, entspanne mich dann aber doch lieber mit Trivialliteratur wie Darkover-Romane, zum Beispiel.

Die Sache ist nur: Diese nichtigen Fakten der Frau W. sind mir bekannt, obwohl ich weder Gala noch Bunte konsumiere, keinen Fernseher habe und auch nicht auf klatsch-tratsch.de unterwegs bin – falls es eine solche Internetseite geben sollte.

Da türmen sich natürlich unzählige Fragen vor mir auf: Wieso wird das Gewäsch der Frau W. so wichtig gemacht, dass es unmöglich scheint, diesem unnützen Wissen zu entgehen? Wieso macht sich die Frau W. so wichtig? Seit wann ist es ein Verdienst, zweite Ehefrau eines ehemaligen Bundespräsidenten zu sein, der überdies nur zum Rubikon-Überschreiten taugte?

Ich sollte Urlaub machen. Am Nordpol. Dort werde ich mit viel Glück von derlei Blödsinn verschont.

Dienstag, 3. Juli 2012

Wer sagt denn, dass man Mathias Döpfner nicht zuhören sollte?

Wenn mein Blog sich fremdschämen könnte, würde es das wahrscheinlich tun - in Anbetracht der Tatsache, dass ich meine Leserschaft mal wieder sträflich vernachlässige. Doch es gibt so viel zu tun, dass mir gar keine Zeit mehr bleibt, mich über seltsame Dinge aufzuregen oder nette Nichtigkeiten mitzuteilen.

Aber die hartnäckigsten meiner Leser wissen: Es kommen auch wieder andere Zeiten. Bis dahin nutze ich diese Plattform, um wieder einmal auf die nächste Folge von alternativlos hinzuweisen. Für Skeptiker: Nein, ich habe keine Absprache mit den Machern, ich finde die Podcasts nur unglaublich gut.

Dieses Mal führen Fefe und Frank ein Interview mit Mathias Döpfner. Richtig gelesen. Genau DER Mathias Döpfner. Gefiel mir.

Wer reinhören will, findet hier den Link zum Podcast.

Dienstag, 8. Mai 2012

Lust auf Verschwörungstheorien?

Na, dann nix wie ran und die aktuelle Folge von Alternativlos hören! Da geht es nämlich nicht nur um Verschwörungstheorien an sich, sondern - besonders spannend - auch um Verschwörungstheorien, die sich als wahr herausgestellt haben, darum, dass es die eine Wahrheit nicht gibt und darum, dass es schon ganz praktisch ist, die Tagesschau auf seiner Seite zu haben, wenn man seine ganz eigene Wahrheit verkünden möchte. Hörenswert!

Mittwoch, 25. April 2012

Wer hat, dem wird gegeben

Mein Radiowecker machte heute Morgen wie (fast) jeden Morgen seinen Job: Er merkte sich die Weckzeit und versorgte mich pünktlich mit Radiogedudel. Und ich machte das, was ich ebenfalls fast jeden Morgen mache: Gedudel anhören, auf die Nachrichten warten und nach den Nachrichten endlich so weit wach zu sein, dass ich gefahrlos in die Küche wanken, meinen Wasserkocher einschalten und, während ich auf das kochende Wassre warte, eine Tasse mit einer ordentlichen Portion Uelzena-Cappuccino-Pulver bestücken kann.

Heute Morgen brauchte ich keinen Cappuccino. Ich war hellwach und stinksauer, da waren die Nachrichten noch gar nicht zu Ende.

Das Betreuungsgeld, liebevoll auch Herdprämie getauft, also die 300,00 Euro pro Monat, die die Mütter davon abhalten sollen, die Kommunen in arge Bedrängnis zu bringen, indem sie auf Krippen- und Kindergartenplätze bestehen, dieses Betreuungsgeld also, ein weiterer Zankapfel der so genannten Wunsch-Koalition, soll an Hartz-IV-Empfänger nicht ausgezahlt werden.

Natürlich nicht, Hartz-IV-Empfänger-Kinder bekommen ja schließlich heute schon faktisch kein Kindergeld, warum sollten die dann plötzlich 300,00 Euro im Monat mehr bekommen? Schließlich bleibt die Mama ja ganz offensichtlich ohnehin zu Hause, ob sie will oder nicht, da müssen wir die ja nun nicht vom Arbeitsmarkt weglocken. Konsequent zu Ende gedacht, dieses Betreuungsgeld.

Und auch sonst ist dieses Herd-Dingsda doch prima! Dass dem, der hat, gegeben wird, ist in Deutschland ja seit Jahren Konsens. Und dass Hartz-IV-Empfänger blöd, fett, dumm und faul, zum Teil zusätzlich auch noch Migranten sind, die sich wie die Karnickel vermehren, weil sie keinen Bock auf Maloche haben, dafür dann aber eine Brut heranziehen, die ebenfalls blöd, fett, dumm und faul wird, denn sie kennt es ja nicht anders, diese bildungsferne Schicht, also, das ist auch Konsens – darf man aber nur laut sagen, wenn man Sarazzin heißt.

Ist doch toll! Demnächst drehen wir dann noch die Steuersätze um, Höchstsatz für die niedrigste Lohnstufe, und dann müssen wir kreativ werden, um die Armen noch ärmer und die Reichen noch reicher zu machen. Aber da fällt uns Deutschen bestimmt noch was ein.

Wie, werter Leser? Sie verweisen auf das „sozial“ bei der sozialen Marktwirtschaft? Aber ich bitte Sie! Das ist eigentlich so gedacht wie mit dem „Wahrheitsministerium“ bei Orwell: Gib‘ dem Kind einen vertrauenserweckenden Namen und schon kannste machen, was Du willst. Wir leben schließlich in einer sozialen Marktwirtschaft, in der es sogar Tafeln gibt. Wen scheren da die Armen!


Update: Vor lauter Empörung habe ich glatt vergessen, dazu noch einmal zu recherchieren. 300,00 Euro waren früher mal im Gespräch, meine ich mich zu erinnern, vielleicht habe ich das aber auch nur mit dem Grundbetrag des Elterngelds verwechselt. Es sollen 100,00 Euro und ab 2014 150,00 Euro werden, für Hartz-IV-Empfänger aber immer noch richtig viel Geld. Hier gelesen.

Richtig schön dabei ist das:

CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt sagte am Dienstag, "das Betreuungsgeld muss angerechnet werden". Eine solche Regel gebe es ja auch beim Kindergeld.

Da muss die Ungerechtigkeit, dass Hartz-IV-Empfänger eben kein Kindergeld bekommen, nun also sogar als Begründung herhalten, warum das mit dem Betreuungsgeld genau so laufen soll. Ganz offen. Ich bin sprachlos.

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Tja, was neues ist das...
Tja, was neues ist das leider nicht. Vor allem, was...
Oliver (Gast) - 24. Okt, 15:27
Solche "wichtigen" Meldungen...
... sollen doch nur von den Dingen ablenken, von denen...
DonJuergen - 13. Sep, 18:14
Stimmt. Ich war auch...
Stimmt. Ich war auch ziemlich entgeistert. Habe 'ne...
Trojaner2304 (Gast) - 26. Apr, 09:09
1984
Ich finde das "Ministerium für Liebe" - ebenfalls Orwell...
DonJuergen - 25. Apr, 18:51
Das passt doch sehr gut!
Das passt doch sehr gut!
DantesMuse - 19. Apr, 10:41
Ich kann da als kinderlose...
Ich kann da als kinderlose Frau nicht mitreden. Aber...
Ani72 - 19. Apr, 08:35
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In der Heute Show wurde ein schöner Plakat - Schnappschuss...
Ani72 - 18. Apr, 22:35
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Schön, wenn's so wäre. Ich Niedersächsin habe aber...
DantesMuse - 18. Apr, 21:12