Donnerstag, 3. Juli 2008

Ich bin platt

Ingrid Betancourt ist frei. Dass ich das noch erleben darf! Jetzt nur noch den Rest der FARC auflösen, die Drogenmafia entmachten und die Korruption stoppen. Vamos!

Allerdings habe ich irgendwie das Gefühl, dass Senor Uribe in dieser Richtung nicht so wirklich aktiv werden wird ...

Samstag, 3. Mai 2008

Mal wieder, immer noch und immer mehr: Die Deutschen, ein Volk von Kriminellen

Die Unrechtsvermutung ist in diesen Tagen ja nun wahrlich nichts mehr wert. Ist auch lästig, so was. Schließlich müsste man dann hinterfragen, argumentieren, diskutieren - und kontrollieren macht anscheinend viel mehr Spaß.

Die Musikindustrie gehört zu den ganz großen Paranoiden dieser Philosophie: Alle Kunden laden illegal Musik runter, und deswegen nagt die arme Musikindustrie seit Jahren am Hungertuch.

Dass ich persönlich es eine Frechheit finde, als grundsätzlich Kriminelle hingestellt zu werden, weil ich irgendwie nicht wirklich Lust habe, den neuen Schrott von DSDS zu kaufen oder weil ich auf eine CD verzichte, weil ich es nicht einsehe, für so eine Scheibe teilweise über 20 Euro auszugeben, ist eine Sache. Dass die Industrie sich Künstler vor den Karren spannt, um einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin zu verfassen, der sie endlich mal zum Handeln auffordern soll, noch wieder eine ganz andere.

Hierzu gibt es einen lesenswerten Kommentar im Beck-Blog, den ich nur unterschreiben kann. Klar, dass sich in den Kommentaren ein wütender Protest eines Mitglieds des Verbands der Musikindustrie findet ...

Montag, 7. April 2008

Frauen feiern hier nur halbnackt

Das selbst ernannte „Nachterlebniszentrum“, vulgo: Disse, meiner Lieblingskleinstadt hat sich mal wieder selbst übertroffen: Nächsten Samstag tanzen die Gogos oben ohne, unter dem bezeichnenden Motto „Eimer X-treme“ gibt’s Sangria für 3 Euro und beim Miss Wet Shirt Contest dürfen sich die Mädels meiner Kleinstadt für eine allgemeine Fleischbeschau aufstellen.

Das Schockierende daran ist: Die meinen das wirklich ernst. Und höchstwahrscheinlich werden sie auch nicht wenige Partygänger begrüßen können, die sich mit Sangria die Birne wegdröhnen, mit hängenden Zungen die Tänzerinnen anstieren und bei dieser unsäglichen T-Shirt-Aktion ihre Meinung darüber festigen, dass Frauen eigentlich nur fürs Bett gut sind.

Kann mir mal irgendjemand erklären, warum weibliche Menschenkinder auf eine „Party“ gehen, auf der sie halbnackten Damen beim Tanzen zusehen können und auf der sie sich dann auch noch selbst zum Affen machen? Soll so etwas etwa Spaß machen?

Freitag, 4. April 2008

Zahnlose Gleichstellungsversuche

Meine Lieblingskleinstadt hat's geschafft: Wir haben wieder eine (Teilzeit)-Gleichstellungsbeauftragte. Der Unterschied zwischen der alten und neuen besteht nicht nur in der Haarfarbe: Die „Neue“ arbeitet nämlich ehrenamtlich, ist also kostenlos für die Stadt und entlastet damit die stets klammen Kassen. Angesichts eines Jahresbudgets von 90.000 Euro für einen City-Manager, der in der Hauptsache sehr, sehr viel redet, dafür aber sehr, sehr wenig umsetzt, fällt es mir schwer, ob des eingesparten Geldes in Jubel auszubrechen.

Nicht nur, dass eine ehrenamtlich tätige Gleichstellungsbeauftragte sicher nicht unendlich viel Zeit in diesen Posten wird stecken können, nein, auch ihr – ohnehin schon geringer – Stellenwert sinkt dramatisch: Wer will schon auf jemanden hören, der ehrenamtlich arbeitet? Wie soll man, ähm, frau denn aus einer solchen Position heraus etwaige Missstände beheben können?

So hat man der Gleichstellungsbeauftragten den Zahn gezogen, kann sich dafür aber auch beruhigt zurücklehnen: Schließlich haben wir in unserer Stadt ja nun wieder eine Beauftragte für derlei „Gedöhns“ und kann damit den ewig meckernden Weibern das freche Mundwerk stopfen.

Donnerstag, 13. März 2008

Virtuelle (Hör-)Buchwidmung XXIII.

Ab und an wirft man mir seltsame Worte hinterher: Leseratte, etwa, oder: Bücherwurm. Nun ja, ich gebe zu, so ganz ist der Vorwurf der Lesesucht nicht von der Hand zu weisen. Ich behaupte aber der Einfachheit halber mal, es gäbe Schlimmeres.

Zum Glück gibt es auch immer wieder Nachschub, die Schreiberzunft ist ja bekanntlich nicht eben faul. Außerdem lese ich mich quer durch die Genres, sozusagen. Früher war sogar mal Horror dabei, ultraviel Wolfgang Hohlbein und übelste Historienschinken. Nun ja. Jugendsünden. Abenteurromane hingegen kamen mir nicht ins Haus, wofür es übrigens keinen bestimmten Grund gab. Sie interessierten mich ganz einfach nicht. Jetzt, in meinem ganz persönlichen Hörbuch-Zeitalter, rutscht mir durchaus mal eine Iny Lorentz dazwischen – und jüngst sogar ein Abenteuerroman. Die Brautprinzessin nämlich. Eine Geschichte von Prinzen, Riesen, Jägern, Grafen, einer schönen Prinzessin, einem Helden – natürlich, einem unglaublichen Fechter und das Ganze vorgelesen auf eine Art, die mir mindestens des öfteren ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Ich hätte ja nie gedacht, dass mich eine solche Geschichte begeistern könnte. Aber sehr schön das. In der Tat.

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Michael Kieweg (anonym) - 26. Apr, 14:25
Wahrscheinlich kann es...
Wahrscheinlich kann es dir niemand erklären. Ich...
Claudia (anonym) - 7. Apr, 17:38
Mir ist noch keine bekannt,...
Mir ist noch keine bekannt, aber vielleicht lässt...
Sammelmappe (anonym) - 14. Mrz, 16:54
*lach* Und dann ist da...
*lach* Und dann ist da ja noch der Clown, der beim...
DantesMuse - 14. Mrz, 13:21
Ich hoffe, du hast auch...
Ich hoffe, du hast auch diesen Aspekt bei der Recherche...
sammelmappe - 13. Mrz, 19:38
Ich frage mich immer,...
Ich frage mich immer, ob diese "Gutmenschen", die da...
Damion (anonym) - 4. Mrz, 22:26

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